AGB fürs Beauty-Studio: Absage, Anzahlung, Ausfall
AGB sind die Grundlage dafür, dass du eine Anzahlung behalten oder eine Ausfallgebühr verlangen darfst. Sie müssen bei der Buchung sichtbar sein, klar formuliert und angemessen. Diese Punkte gehören hinein.
Warum AGB für dein Studio wichtig sind
Ein Termin ist ein Vertrag. Was passiert, wenn jemand zu spät absagt oder gar nicht kommt, regelst du am besten vorher und schriftlich. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Ausfallgebühren grundsätzlich zulässig sind, wenn die Kundin bei der Buchung ausdrücklich auf die Bedingungen hingewiesen wird und die Höhe angemessen ist.
Was hineingehört
Terminbuchung
Wann ist ein Termin verbindlich? Zum Beispiel mit der Bestätigung per E-Mail oder mit Eingang der Anzahlung.
Beispiel: „Ein Termin ist verbindlich gebucht, sobald du die Bestätigung per E-Mail erhalten hast.“
Absagen und Umbuchen
Bis wann ist eine Absage kostenlos? Üblich sind 24 oder 48 Stunden vorher. Nenne auch, wie abgesagt werden kann, etwa online über den Buchungslink.
Beispiel: „Du kannst deinen Termin bis 24 Stunden vorher kostenlos absagen oder verschieben, online über deinen Buchungslink.“
Anzahlung
Für welche Leistungen eine Anzahlung fällig ist, dass sie mit dem Endpreis verrechnet wird und was bei rechtzeitiger und bei später Absage mit ihr passiert.
Beispiel: „Für ausgewählte Leistungen bitten wir um eine Anzahlung, die mit dem Preis verrechnet wird. Bei Absage bis 24 Stunden vorher erstatten wir sie oder übertragen sie auf einen neuen Termin. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen behalten wir sie ein.“
Nichterscheinen und Ausfallgebühr
Wenn du ohne Anzahlung arbeitest, kannst du eine Ausfallgebühr vereinbaren. Sie muss angemessen sein und sich am entgangenen Umsatz orientieren. Überzogene Pauschalen sind nicht zulässig.
Verspätung
Was passiert, wenn jemand 15 Minuten zu spät kommt? Häufig wird die Behandlung dann verkürzt, damit die nächste Kundin nicht warten muss, zum vollen Preis.
Gutscheine und Pakete
Wie lange sind Gutscheine gültig, werden sie bar ausgezahlt, sind sie übertragbar? Mehr dazu im Ratgeber Gutscheine online verkaufen.
So machst du deine AGB sichtbar
- Kurzfassung der Absageregel direkt bei der Buchung
- Vollständige AGB auf deiner Website, verlinkt aus der Buchung
- Hinweis in der Terminbestätigung
- Ein kleiner Aushang im Studio
Die Formulierungen oben sind Beispiele, keine fertigen AGB. Lass deine AGB einmal von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen, gerade die Klauseln zu Anzahlung und Ausfallgebühr.
Quellen: Verbraucherzentrale Niedersachsen; Sparkasse. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.