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Anzahlung im Nagelstudio: wann, wie viel, wie einführen

Von Mustafa, , 5 Min. Lesezeit

Eine Anzahlung sichert lange und gefragte Termine ab: Wer anzahlt, kommt in der Regel auch. Entscheidend ist, dass deine Kundin den Betrag und deine Absageregel vor der Buchung kennt und dass die Höhe angemessen ist.

Für welche Termine sich eine Anzahlung lohnt

Nicht jeder Termin braucht eine Anzahlung. Sie lohnt sich vor allem dort, wo ein leerer Stuhl richtig weh tut:

  • Lange Termine wie Neumodellage oder aufwendige Nail Art, die anderthalb Stunden oder mehr blockieren.
  • Neue Kundinnen, die du noch nicht kennst.
  • Gefragte Zeiten wie Freitagnachmittag oder Samstag, die du sonst sofort anders vergeben könntest.
  • Workshops und Schulungen, bei denen du Material einkaufst und Plätze begrenzt sind.

Für eine schnelle Maniküre bei einer Stammkundin brauchst du meist keine Anzahlung. Je gezielter du sie einsetzt, desto selbstverständlicher wird sie für deine Kundinnen.

Wie hoch sollte die Anzahlung sein?

Es gibt zwei übliche Wege:

  • Fester Betrag, zum Beispiel 10 oder 20 Euro. Leicht zu verstehen und gut für Leistungen mit ähnlichem Preis.
  • Prozentsatz, zum Beispiel 20 bis 30 % des Preises. Passt, wenn deine Preise stark schwanken, etwa bei Nail Art nach Aufwand.

Für Workshops oder Schulungen kannst du auch den vollen Preis vorab nehmen. Die Anzahlung wird immer mit dem Endpreis verrechnet: Wer 20 Euro angezahlt hat und eine Behandlung für 65 Euro bekommt, zahlt im Studio noch 45 Euro.

Was rechtlich wichtig ist

Ausfallgebühren und einbehaltene Anzahlungen sind grundsätzlich zulässig, wenn zwei Dinge stimmen: Deine Kundin muss bei der Buchung ausdrücklich auf deine Absage- und Stornobedingungen hingewiesen werden, und die Höhe muss angemessen sein. Überzogene Pauschalen sind nicht zulässig, und im Streitfall wird der Einzelfall geprüft.

Für dich heißt das: Schreib deine Absageregel in deine AGB und zeig sie bei der Buchung, zum Beispiel „Kostenlos absagen oder umbuchen bis 24 Stunden vorher. Bei späterer Absage oder Nichterscheinen behalten wir die Anzahlung.“ Lass deine AGB einmal von einer Fachperson prüfen.

So kündigst du die Anzahlung an

Deine Stammkundinnen sollten es von dir hören, nicht erst beim Buchen. Eine kurze Nachricht oder Instagram-Story reicht:

„Ab dem 1. Dezember bitte ich bei Neumodellagen um eine Anzahlung von 20 €. Die wird natürlich mit deinem Termin verrechnet. Absagen oder umbuchen kannst du bis 24 Stunden vorher kostenlos, ganz bequem online. So kann ich dir deinen Termin fest freihalten. Danke, dass du mitziehst! 💅“

Wichtig ist der Ton: Die Anzahlung schützt deine Zeit und gleichzeitig den Termin deiner Kundin. Wer pünktlich kommt, merkt davon nichts.

Mit MMM Beauty

In MMM Beauty legst du pro Leistung fest, ob und welche Anzahlung fällig wird: keine, ein fester Betrag, ein Prozentsatz oder der volle Preis. Deine Kundin zahlt beim Buchen mit Apple Pay oder Karte, und das Geld landet direkt auf deinem eigenen Stripe-Konto. MMM Beauty nimmt davon nichts.

Quellen: Verbraucherzentrale Niedersachsen, „No-Show-Gebühr: Wenn die Terminabsage teuer wird“; Sparkasse, „Verpasste Termine: Was kosten sie?“. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

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